Keine Brücke in Bödinghausen

Die geplante Überführung der Bahnlinie in Bödinghausen nimmt immer groteskere Formen an. Statt eine verträglichere Lösung zu präsentieren, wird das Vorhaben immer gigantischer. Dies und der verlorene Prozess haben die BU zum Umdenken veranlasst.

Die BU Fraktion im Rat der Stadt Borgholzhausen hat deshalb am 25. Januar 2012 folgenden Antrag gestellt:

Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Eisenbahnbundesamt Verhandlungen aufzu-nehmen, mit dem Ziel statt einer Brückenlösung den Ausbau des höhengleichen Bahn-übergangs zu betreiben.

Begründung:

- Eine automatische Schranke und Blinklichtanlage wäre nicht die einzige auf der gesamten Strecke des Haller Willem. Allein auf Borgholzhausener Gebiet gibt es zehn Ampelanlagen. Somit würde eine Brücke weder die Sicherheit signifikant erhöhen noch zu einer Verkürzung der Fahrzeit führen.
- Das Bahnloch ist breit genug, um mit einer geringen Anpassung der Böschungen Begegnungsverkehr, wie ihn die Bahn fordert, zu ermöglichen. Entsprechende Pläne bestehen bereits.
- Die Anlieger wären in diesem Falle bereit, die benötigten Flächen zur Verfügung zu stellen.
- Es könnte also zu einer zeitnahen Realisierung kommen.
- Wird die Brückenlösung weiterhin von der Verwaltung betrieben, ist mit weiteren juristischen Schritten der Anlieger zu rechnen.
- Ein Brückenbau ist auch aus Sicht der Bahn keine zwingende Notwendigkeit, weil es sich hier nicht um einen neu zu bauenden Bahnübergang handelt, sondern um die Sicherung eines bestehenden.
- Eine Sperrung des Gemeindweges empfiehlt die BU nicht, weil dadurch der Zugang der Anlieger zu ihren Grundstücken erschwert würde.
- Denkbar und anstrebenswert wäre auch eine Sperrung für den Durchgangsverkehr (zumindest für den LKW-Verkehr), auch wenn dieser schwer realisierbar sein sollte.
- Jeder Brückenbau an dieser Stelle zieht anschließend den weiteren Ausbau des Gemeindewegs nach sich - durch die Felder und durch die idyllische Bauernschaft Bödinghausen.
- Der wunderschöne Anblick, den man auf dem Gemeindeweg von Süden kommend auf den Ravensberg und die Burg hat, mit der Bauerschaft im Vordergrund bliebe erhalten und würde nicht durch eine monströse Betonkonstruktion zerstört.
- Letztendlich wäre alles noch ein Stück billiger als zurzeit geplant.
- Die Unterhaltskosten für die Schrankenanlage trägt die Bahn, die für die Brücke ist Sache der Stadt.

27.01.2012

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