BU geht gegen Braunkohlenstaub-Heizkraftwerke in die Offensive
In der wie immer öffentlichen Veranstaltung der BU am 10. August um 19.30 Uhr in der Pizzaria am Uphof
drehte sich alles um Braunkohlenstaub-Heizkraftwerke. Vor gut gefüllten Reihen informierte Dierk Bollin, Vorsitzender, Spitzenkandidat und Energie-Experte der Borgholzhauser Unabhängigen, in Grundzügen über Braunkohlenstaub-Heizkraftwerke. Wie funktionieren solche Anlagen? Wie effektiv arbeiten sie? Wie groß sind die Umweltbelastungen? Wo steht Braunkohlestaub in Vergleich zu anderen Energiequellen? All diese Fragen wurden beantwortet. Die Informationen sind in der unten stehenden Präsentation auf dieser Seite zu entnehmen.
In der anschließen Diskussion wurde deutlich, dass niemand ein Braunkohlenstaub-Heizkraftwerk in Borgholzhausen oder Umgebung wünscht. Es ist aber nicht ohne Weiteres möglich, solche Anlagen zu verhindern, die gesetzliche Richtlinien einhalten, wie fragwürdig diese auch sein mögen. Das Kraftwerk in Dissen ist dafür ein mahnendes Beispiel.
ie Borgholzhauser Unabhängigen bereitenfür die nächste Ratssitzung einen Antrag vor, durch den die Verwaltung aufgefordert werden soll, alle planungs- und satzungsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Ansiedlung von die Luft stark verschmutzenden Betrieben im Stadtgebiet zu verhindern. Nur wenn im Vorfeld von Genehmigungsverfahren bereits verbindliche Rahmenbedingungen solchen Anlagen entgegenstehen, können Genehmigungen auch rechtmäßig versagt werden. Es ist zu hoffen, dass dieses - unserer Kenntnis nach in Nordrhein-Westfalen bisher einmalige - Vorhaben auch in einem Genehmigungsverfahren von Landesseite auf Unterstützung trifft, da es im Kern den Zielen des Landes folgt, CO2-Emissionen zu reduzieren.
In der Diskussion wurde auch die Befürchtung laut, dass alle stadtweiten Planungen nicht für das Interkommunale Gewerbegebiet an der Autobahn gelten. Tatsächlich hat hier in allen Belangen allein der gemeinsam mit der Stadt Versmold geführte Zweckverband das Sagen. Da aber im Genehmigungsverfahren des Dissener Braunkohlenstaub-Heizkraftwerks auch aus Versmold Gegenwind zu vernehmen war, sollte an dieser Stelle kein Pessimismus verbreitet werden.
11.08.2009