Klimaschutz in Borgholzhausen

Die Borgholzhauser Unabhängigen beschäftigen uns schon seit langem mit dem Thema Klimaschutz. Hier wollen wir einige grundsätzliche Fragen beantworten und aufzeigen, was Klimaschutz für Borgholzhausen bedeutet.

Klimaschutz, was ist das eigentlich?

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die einer unnatürlichen globalen Erderwärmung entgegen wirken und mögliche Folgen verringern oder verhindern sollen.

Weil der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist, hat der Landtag in Düsseldorf eine Anpassungsstrategie beschlossen.

Was ist eigentlich CO2?

CO2 ist ein Treibhausgas und heißt vollständig Kohlenstoffdioxid. Kohlenstoffdioxid ist ein Gas das geruchlos und farblos ist. Es ist somit für das Auge nicht zu erkennen.

Was bedeutet der Klimaschutz für Borgholzhausen?

In erster Linie müssen die städtischen Einrichtungen, unsere Industriebetriebe, Handel und Gewerbe sowie die Privathaushalte - kurz wir alle - mit unserer Primärenergie (Öl, Gas, Strom) sparsam umgehen. Die Devise muss lauten:
Weg von den fossilen Brennstoffen. Hin zu erneuerbaren Energien.

Die fossilen Energieträger haben den größten CO2 Ausstoß in der Atmosphäre.

Mal ein kurzer Überblick, wie unser Primärenergieverbrauch aufgeteilt ist:

- Gewerbe, Handel, Kommune 17,6 %

- Industrie 24,9 %

- Verkehr 27,0 %

- private Haushalte 30,5 %

Welche Maßnahmen müssen gegen den Klimawandel in städtischen Bereichen von Borgholzhausen umgesetzt werden?

Für den Klimaschutz sind die ersten Maßnahmen eingeleitet worden. Die Erneuerung der Heizsystemen durch einen Nahwärmeverbund für den Bauhof, das Freibad, das Bürgerhaus, die Grundschule, das Tiefbauamt und das Rathaus. Geheizt wird mit dem CO2 neutralen Rohstoff Holzhackschnitzel. Weitere Energieträger wie Solarenergie (Thermi) und Photovoltaikanlagen werden nachgefordert.

Die energetische Sanierung des Rathauses ist bereits begonnen, weitere öffentliche Gebäude müssen nach Abschluss der Maßnahme folgen. Der Klimawandel ist eine Herausforderung für die Stadt Borgholzhausen. Die Aufgaben die uns bevorstehen, werden uns in den nächsten Jahrzehnten begleiten.

Muldenrigole im Großen Moor Der Klimawandel wird unser Wetter drastisch verändern. Die Winter werden in Zukunft nicht mehr so kalt. Es wird mehr Regen geben. Die Sommer werden trocken und heiß. Die Niederschläge werden im Sommer, wenn sie aufkommen, heftiger in Form von Starkregen auftreten.

Unser Kanalsystem und die Kläranlage sind für Starkregen nicht ausgelegt. Die Kanäle sind zu klein und die Kläranlage ist überlastet. Das Regenwasser muss nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück versickern (Muldenrigolen, Versickerungsanlagen).

Hierfür müssen finanzielle Anreize geschaffen werden. Durch den Einbau von Versickerungsanlagen und Muldenrigolensystemen ist eine Grundwasserneubildung gewährleistet. Grundwasserneubildung ist für die Zukunft unumgänglich. So können in den nächsten Jahren unsere Kanäle und Regenrückhaltebecken entlastet werden und Überflutungen der Kanalsysteme in der Innenstadt vermieden werden.

Investitionen in den Klimaschutz sind zukunftsweisend und unausweichlich.

11.06.2009

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